Virtualisierung

BSD Hypervisor BHyVe

Niemand geringerer als NetApp selbst steckt hinter dem FreeBSD Projekt BHyVe.

Dabei steht BHyVe für „BSD Hypervisor“. Ziel ist es einen Type 2 Hypervisor (aka hostes hypervisor) mit FreeBSD als Host OS zu schaffen.

Der Quellcode wird von NetApp unter der BSD Lizenz veröffentlicht und basiert derzeit auf FreeBSD 8.1. Das Hostsystem soll unter FreeBSD/amd64 mit einem unmodifizierten GENERIC Kernel laufen. Am Guest (FreeBSD/amd64 7.2 und 8.2) sind kleinere Kernelmodifikationen erforderlich.

Erste Benchmarks zeigen sich vielversprechend. Künftig sollen auch Windows, Linux und andere *BSD Guests möglich sein.

Technische Details findet man in der Slide zur BSDCan 2011:

http://wiki.freebsd.org/201105DevSummit?action=AttachFile&do=get&target=BHyVe.pdf

VirtualBox 3.2 unter FreeBSD

Während unter Linux zwischenzeitlich einige gute Lösungen (KVM, OpenVZ, VMWare Server, VMWare Workstation, VirtualBox und Xen), sowohl aus dem kommerziellen als auch Open Source Umfeld, zum Thema Virtualisierung zur Verfügung stehen, so sah es zumindest bis vor einem Jahr unter FreeBSD eher mager aus. Zwar steht unter FreeBSD mit den Jails seit einigen Jahren eine absolut ausgereifte, hochperformante und leicht gewichtige OS-Level Virtualisierung zur Verfügung (vergleiche auch OpenVZ), doch für den Bereich der Virtualisierung fremder Betriebsysteme konnte man nur auf Lösungen wie QEMU oder Bochs zurückgreifen.

Zwischenzeitlich hat sich das Bild etwas geändert. Genau vor einem Jahr wurde die Open Source Edition von VirtualBox, kurz VirtualBox OSE genannt, nach einer entsprechenden Kraftanstrengung einzelner Entwickler aus dem VirtualBox Projekt und einer Gruppe von FreeBSD Ports Committern in die FreeBSD Ports Collection aufgenommen. Damit hat eine flexible Virtualisierungslösung unter FreeBSD Einzug gehalten.

VirtualBox bietet nicht nur eine auf QT4 basierende grafische Oberfläche, welche eine durchaus mit VMWare Workstation vergleichbare Integration der Gast-Betriebsysteme in die Desktopoberflächen wie Gnome oder KDE ermöglicht, sondern auch umfangreiche, auf den ersten Blick verborgene, Kommandozeilentools, welche die Konfiguration, Steuerung und den Betrieb der Gast-Betriebsysteme auch ohne grafische Oberfläche erlaubt.

Der Schlüssel hierzu sind unter anderem die beiden Kommandos VBoxManage und VBoxHeadless. Bis zur Version 3.1 der VirtualBox OSE, war das ganze mit einem ordentlichen Wermutstropfen versehen, der Remote-Zugriff auf die virtuelle Konsole des Gast-Betriebsystems mittels RDP, wie in der kommerziellen Version von VirtualBox, war nicht möglich. Das erschwert natürlich in manchen Situationen den Umgang mit einem Headless-System. Doch seit Version 3.2, besteht nun in VirtualBox OSE die Möglichkeit mittels VNC auf die virtuelle Konsole zuzugreifen, was nun den Einsatz von VirtualBox z.B. auf einen Server ohne grafische Unterstützung mit X11 nun problemlos ermöglicht.

http://www.virtualbox.org/